1993: Abschied von Wenzel und Mensching, kein Glück mit Jazz und Lyrik

April: Wenzel & Mensching „Aufenthalt in der Hölle“. Theaterhaus Jena (Tournee-Produktion). Die beiden Clowns versuchen sich im Fach „Welttheater“ und scheitern grandios. Der BuschFunk muss als Prellbock herhalten, obwohl es uns erstmals (und danach nicht wieder) gelang, für ein Projekt einen Sponsor und für Wenzel einen Trossinger Akkordeonbauer zu finden.

Mai: Der Antrag auf einen Kauf der Aufnahmen von „Jazz-Lyrik-Prosa“ ist fast perfekt, da niemand bei der Deutschen Schallplatten GmbH daran Interesse zeigt. Doch es kommt der überraschende Schnäppchen- Verkauf des Amiga-Gesamtkataloges an die BMG dazwischen. Der Konzern als neuer Eigentümer verkauft über die Jahre über 100.000 CDs! Wir konzentrieren uns fort an auf Neu- Produktionen der legendäre Reihe – mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Juni: Andre Greiner-Pol erscheint im Büro und bittet um Einlass für seine „Kinder“.

August

Open Air- Tour von Gerhard Schöne und L’art de passage. In die „Junge Garde“ Dresden kommen 5.500 Besucher. Da ist selbst die Dresdener Morgenpost mit einem Titelbild stolz auf seine Sachsen und wir auf eines der bestbesuchten Konzerte in der Verlagsgeschichte.

Premiere 29. Oktober Gundermann & Seilschaft „Der 7. Samurai“. Berlin, Kesselhaus der Kulturbrauerei. Die Schlange der Einlassersuchenden
reicht bis auf die Dimitroff (heute Danziger-) Strasse. Frank Castorf ist fast der Letzte, der über einen Hintereingang sich hineinquetschen kann.
Die „Berliner Zeitung“ titelt danach: „Baggerfahrer bringen es besser“ als sie es mit einem parallel laufenden Konzert von Dieter Bohlen vergleicht.
36 Konzerte folgen bis zum 22. Dezember – gleichbedeutend mit der Nutzung des kompletten Jahresurlaubs vom Baggerfahrer Gerhard Gundermann.

November: Erster Direktversand- Katalog erscheint in einer Auflage von 5.000 Exemplaren.

Die Veröffentlichungen des Jahres
PENSION VOLKMANN – TRAUMTÄNZER
GUNDERMANN – Der 7. SAMURAI
WROBLEWSKY DONNER KLEMM – SO EASY
REINHARD LAKOMY – DIE 6 UHR 13 BAHN
FREYGANG – DIE KINDER SPIELEN WEITER