Axel Prahl: Blick aufs Mehr

BuschFunk, 2011

Titelliste

  1. Alle Mann an Deck (Ouvertüre)
  2. Reise Reise
  3. Wieso bist Du immer noch da
  4. Ich bin nun mal so, wie ich bin
  5. Weitergehn
  6. Schön, dass Du da bist
  7. Polonaise Internacional
  8. Tanzt!
  9. Wilde Welle
  10. Passagiere
  11. Liebe hat mir den Tisch gedeckt
  12. Blablabla
  13. Blick aufs Mehr
  14. Hiddentrack: Gib mir die Zeit

Besetzung

  • Axel Prahl: voc, git (2-14)
  • Danny Dziuk: Klavier, Orgel, sonstige Keyboards & Programming (1-14), acc (4-6), perc (1,2,4,5,7-9,11-13), e-git (2,6,10), e-bass (6,11), b-voc (2,3,5,7-9,11-14)
  • Nicolai Ziel: dr (2-14)
  • Tom Baumgarte: bass, kontrabass (3-5,7-14)
  • Johannes Feige: e-git (8-14), b-voc (12)
  • Jörg Mischke: orgel, keys (9-14)
  • Christiane Silber: viola (10-14), acc (7-9)
  • Sylvia Eulitz: cello (10-14)
  • Rainer Korf: violine (9-14)
  • Michael Götz: sax, kl (8-13)
  • Deutsches Filmorchester Babelsberg: Mitwirkung (1-8)
  • Jörg Iwer: Dirigent

Liedtexte

Leb´ wohl sagte Vater, nun muss ich geh´ n.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Wenn Du einmal groß bist, wirst Du´s versteh´n.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Das Beiboot holt über, und er geht an Bord.
Er dreht sich nicht um, spricht kein einziges Wort.
Doch ich höre sein Herz wie es schreit:
Den Fluch der Ewigkeit.

Mit siebzehn Knoten Fahrt über Grund.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Fock und Besan zum Bersten so rund.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Da reißt im Vortop das Brahmsegel ab,
und schlägt meinen Vater ins eisige Grab.
Und ich höre mein Herz wie es schreit:
Den Fluch der Ewigkeit.

Leb´wohl liebste Mutter, nun ist es so weit.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Das Meer hat gerufen und ich bin bereit.
Reise, Reise, alle Mann an Deck.
Das Beiboot holt über, und ich geh´ an Bord.
Ich dreh´ mich nicht um, sprech´ kein einziges Wort.
Doch ich höre ihr Herz, wie es schreit:
Den Fluch der Ewigkeit.

Da hängt ein Bild
aus längst vergang´nen Tagen
und es zeigt Dich wie Du lachst.
Ich seh` Dein Bild
Und ich hör´ mich fragen
Was Du wohl grad machst

Wieso bist Du immer noch da
Wieso kann ich Dich nicht vergessen
Und unbeschwert, sorglos genießen
Die Ruhe, die Blumen, das Essen
Mein Hirn ist blockiert
Verbarrikadiert
Hinter Eifersucht, Missgunst und Rache
Der Schmerz aus der Seele
Steigt auf in die Kehle
Das ist die Liebe
Das ich nicht lache

Du gabst Dein Wort
Bis das der Tod uns scheide
Und dem hab´ ich vertraut
Denn eine Liebe
Ist sicherlich auch Glaube
Den hast Du mir geraubt

Wieso bist Du immer noch da
Wieso kann ich Dich nicht vergessen
Und unbeschwert, sorglos genießen
Die Ruhe, die Wohnung, das Essen
Mein Hirn ist blockiert
Verbarrikadiert
Hinter Eifersucht, Missgunst und Rache
Der Schmerz aus der Seele
Steigt auf in die Kehle
Das ist die Liebe
Das ich nicht lache!
Oh wunderbar Schmerz
Beseel´ meine Worte
Lass Tränen die Augen besteigen
Lass Kälte und Dunkelheit
Stellung bezieh´n
Wir woll´n der Welt
Ihre Traurigkeit zeigen

Da hängt ein Bild aus längst vergang´nen Tagen
Und es zeigt Dich wie Du lachst

Maria lag noch im Bette
Und plötzlich wurd` mir so warm
Es war mir so, wie als hätte
Ich an meinem Kopf noch `nen Arm
Und in meinem ganzen Leibe
Machte sich Unruhe breit
Es war mir wie als reibe,
Sie mir meinen Unterleib
Es war ein Treiben, ein Wogen
Wie irrsinnig trieb uns die Gier
Bis sich die Bettbalken bogen
Aber Sie
Aber Sie
Aber Sie
Aber Sie lag im Traum neben mir

Ich küss ihre wohligen Schenkel
Ihr Duft macht mich rasend und taub
Ich bin ihrer Tasse der Henkel
Doch dann macht sie sich aus dem Staub
Doch gottlob kam sie wieder
Nicht fröhlich, doch immerhin
Doch ich rieb mir grad alle Glieder
Ich bin
nun mal so
Wie ich bin

Ich bin
Nun mal so
Wie ich bin
Ich bin nun mal so
Wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so
Wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so
wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so
wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so
Wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so

Die Jahre scheuchen das Leben
Ich fass Dich mit zittriger Hand
Mein Gestern, das war doch noch eben
Als ich stand als Jüngling am Strand
Ich hab´ Dich geliebt und geschworen
Für immer bin ich für Dich da
Für immer hat wieder verloren
Ich war
Nun mal so
Wie ich war

Ich war
Nun mal so
Wie ich war
Und es war wunderbar
Vielleicht nicht jeden Tag
Doch gewiss jedes Jahr
Einfach nur wunderbar
Denn ich war nun mal so
Wie ich bin und ich war
Und ich war wie ich bin
Wie ich bin nun mal so
Und ich war, wie ich bin
Ich bin nun mal so
Wie ich bin, ich bin nun mal so wie ich bin
Ich bin nun mal so, wie ich bin, wie ich bin
Ich bin nun mal so wie ich bin, wie ich bin
ICH BIN NUN MAL SOOOOOOOOO

Trostlos grauer Morgen
Ein Himmel wie Asphalt
Du wachst auf und
Sie ist fort
Wie soll´s weitergehn
Wie soll´s weitergehn

Da hängt immer noch die Nachricht
Mit Lippenstift notiert
Ich hab´ Dich
nie geliebt
Tut mir leid
Furchtbar Leid

Doch Morgen ist heute
schon Gestern mein Freund
Es wird weitergehen
Tag für Tag

Schlaflos trunk´ne Nächte
Liebestränensuff
Verlassen
und allein
Wie soll´s weitergehn
Wie soll´s weitergehn

Du fürchtest Dich vor Morgen
Flüchtest in den Schlaf
Und spürst nun
Deine Sehnsucht
wie noch nie
Wie noch nie

Komm lass Dich treiben
Denk nicht soviel nach
Es wird weitergehen
Tag für Tag
Könn´ wir auch heute
den Sinn nicht versteh´n
es wird weitergehen
Jahr für Jahr

Hör auf Deine Sehnsucht
Suche und versteh
Dass nichts bleibt
Wie es war
Es wird weitergehn
Immer weitergehn
Das Meer hat viele Ufer
Jedes Ende ist Beginn
Neue Wege, neue Ziele, neues Glück
Schau jetzt nicht zurück

Komm lass Dich treiben
Denk nicht soviel nach
Es wird weitergehen
Tag für Tag
Könn´ wir auch heute
den Sinn nicht versteh´n
es wird weitergehen
Jahr für Jahr

Die Uhr schlägt drei, mein Glas ist leer
Soeben fuhr die letzte Bahn
Wann hatten Sie zuletzt Verkehr
Spricht mich ein Mensch von hinten an
Er spricht von Mozart, Brecht und Wolfgang Borchert
Von Bukowski, Schiller, Goethe und Euklid
Erzählt vom Schach und das er selbst oft räuchert
Und plötzlich
Singt er lauthals
Dieses Lied

Schön das Du da bist
Verweile Augenblick
Du bist so schön
Warum muss es vorbei sein
Warum muss alles Schöne
Auch vergeh´n
Was bleibt ist Vergangenheit
Erinnerung an längst vergang´ne Zeit
Und wenn wir uns nicht wiederseh´n
Ist Erinnerung
Alles was uns bleibt
Alles was uns bleibt

Nun liegt er da in diesem Holz
Der arme Kerl er war doch gut
Mit seinem Wissen ohne Stolz
Gab er den Ängstlichen oft Mut
In seinen Worten lag fast stets der Sommer
Kurze Hosen, Lagerfeuer, Blick aufs Meer
Auch wenn er manchmal ohne Punkt und Komma
Aber ach mein Freund
Du fehlst mir
Wirklich sehr

Schön das Du da warst
Verweil´ doch Augenblick
Es war so schön
Warum muss es vorbei sein
Warum muss alles Leben auch vergeh´n
Was bleibt ist Vergangenheit
Erinnerung, an längst vergang´ne Zeit
Und wenn wir uns nicht wiederseh´n
Ist Erinnerung
Alles was uns bleibt
Alles was uns bleibt
Alles was uns bleibt

sono cosmopolitano
isch binne internacional
oggi bin isch in palermo
und morgen wolfsburg, scheißegal
ob es nun geschäfte mit schiiten sind
russen, türken, israeli, briten sind
unsere geschäfte, ist nun mal total global
you must know our philosophy
has not much to do with democracy
we believe in money and dow jones
wohl bekomms
jawoll!

früher war isch immer einsam
heut bin isch gottlob schizophren
diese krankheit war sehr heilsam
hat misch befreit von die problem
immer misch zu fragen wie´ s andern geht
denen das wasser bis zum halse steht
habt ihr keine arbeit? seid doch froh!
dann habt ihr zeit!
könnt mit eure freunde um die häuser ziehn
saufen und tanzen bis die sohlen glühn
fasst mir an die schultern und singt mit

wir tanzen alle jetzt die
polonaise internacional
friede, freude, tanz auf dem vulkan
kommt, kinder tanzt
kinder tanzt, kinder tanzt
kinder tanzt auf dem vulkan

geld alleine macht nischt glucklisch
sagt alte kluge deutsche wort
darum kinder seid vergnuglisch
schmeißt euer geld doch einfach fort
schmeißt es gleich am besten in mein Portemonnaie
und ich schaff es dann für eusch nach übersee
bring es nach piräus, nach schanghai oder madrid
ihr bekommt dafür ein schönes fläschchen wein
und könnt endlisch ganz in ruhe glucklisch sein
fasst euch an die schultern und singt mit

wir tanzen alle jetzt die
polonaise internacional
friede, freude, tanz auf dem vulkan
kommt, kinder tanzt
kinder tanzt, kinder tanzt
kinder tanzt auf dem vulkan

Eine wilde Welle
wogte eine Weile
mit dem Winde
auf dem weiten Meer.
Wiegte wütend sich
mit jeder Woge
einer winzig kleinen
Welle hinterher.
Denn die wilde Welle
wollte wohl so gerne
ohne diese kleine Welle sein.
Ohne Wind und all die ander´n Wellen
in der Wasserwüste ganz allein.

Warum wollen wir nicht
gemeinsam wogen
wand die kleine Welle
leise weinend ein.
Schau der Wind
und all die weißen Wolken
wandern auch gemeinsam
in die Welt hinein.

Wäre es nicht eine Wohltat,
wenn wir wüssten,
wir sind nicht allein.
Wohl wahr, erwiderte die wilde Welle
und schlug wütend auf die kleine Welle ein.

Denn im Leben,
ist uns eben,
leider vieles nicht gegeben.
Kann nicht sein
und wird nicht werden.
Darum sei nicht so betrübt,
wenn es mal nicht so geht.

Wir sind nur die Passagiere
Auf einer Reise ohne Ziel
Keiner kennt den Käpt´n.
Keiner weiß wohin der will.

Tausend Wege, tausend Fragen
Was ist Liebe was ist Glück
Und dann am Ende Deiner Tage
Schließ die Tür und tritt zurück.

Hunger, Krieg und Katastrophen
Da könnt ihr forschen wie ihr wollt.
Habt ihr für Eines eine Lösung
Hat Euch Natur schon überholt.

Alles Wissen, alles Denken
Macht am Ende keinen Sinn.
Die Natur bestimmt die Richtung,
bestimmt Ende und Beginn.

Hörst Du wie die Welt sich dreht
Wie durch das Licht der Tag entsteht.
Wie Sonnenstrahl das Leben weckt.
Wie Finsternis das Licht entdeckt.

Wir sind nur die Passagiere
Auf einer Reise ohne Ziel
Keiner kennt den Käpt´n.
Keiner weiß wohin er will.

Hörst Du wie die Welt sich dreht
Wie durch das Licht der Tag entsteht.
Wie Sonnenstrahl das Leben weckt.
Wie Finsternis das Licht entdeckt.

Liebe hat mir den Tisch gedeckt
Ich musste nur noch essen.
Das auch ich ihr Nahrung gab,
hat sie nicht vergessen.
Presste an den Busen fest,
ihre zarten Worte.
Das auch sie mich nähren möge,
mehr noch, als die Torte.

Das ich schlank sei, auch im Geiste.
Auch im Denken und im Tun.
Sonst vergessen wir das Meiste.
Voller Magen lässt uns ruh´n.
Rastlos will ich durch das Leben
Hand in Hand mit Liebe geh´n.
Mir die Wahrheit von grad eben
Auch in anderem Licht beseh´n.

Immer Du an meiner Seite.
Immer, dieses falsche Wort.
Immer ist es nur für heute.
Immer folgt gewiss der Tod.
Heute will ich mit Dir leben.
Will Dich lieben, will Dich spür´n.
Als würde es kein Morgen geben.
Vor uns tausend offene Tür´n.

Im Zuge der bevorstehenden Wirtschaftsreform
Müssen wir alle … blablabla.
So´n Menschen wie Dich, hab ich noch nie,
noch nie in meinem Leben … blablablabla.
Die Ölpreisentwicklung hängt von vielen Faktoren
die wir nur wenig … blablabla.
Das musst du unbedingt probieren
Das wird Dir sehr viel geben … blablablabla.

Willst Du auch noch ein Stück
von der Sprachenretorte
greif nur zu, keine Angst
das sind doch alles nur Worte,
Worte, Worte, Worte
… blablabla.
… blablabla.

Der Umweltschutz ist wichtiger Bestandteil
der Verhandlung und wir werden … blablablabla.
Die Terrorbekämpfung ist notwendig
um den Frieden und die Freiheit … blablabla.
Träume Dich wach, das ist der Weg
in die Askese und das Glück … blablablabla.
Wir wollen heut´ raus aus der Atomenergie
und morgen wieder zurück … blablabla.

Willst Du auch noch ein Stück
von der Sprachenretorte
greif nur zu, keine Angst
das sind doch alles nur Worte,
Worte, Worte, Worte
… blablabla.
… blablabla.

Bla, bla, etcetera
kommunikative Lingualcholera
Willst Du noch ´n Häppchen,
schmeckt ganz wunderbar.
Eins für Papa, eins für Mama,
eins für alle, wie sie da sind.
… blablabla.

Ich würd jetzt gern noch bisschen chillen
Aber irgendwie is hier alles so crazy
Hab´ schon das Pizzabacken outgesourced
Ich bin heut einfach too lazy
Wir brauchen nicht nur virtuelle Mobilität
Um kompatibel … blablablabla
Unsere Kommunikation ist kontrovers
Da bin ich äußerst sensibel…blablablablabla

Willst Du auch noch ein Stück
von der Sprachenretorte
greif nur zu, keine Angst
das sind doch alles nur Worte,
Worte, Worte, Worte
… blablabla.
… blablabla.

Bla, bla, etcetera
kommunikative Lingualcholera
Willst Du noch ´n Häppchen,
schmeckt ganz wunderbar.
Eins für Papa, eins für Mama,
eins für alle, wie sie da sind.
… blablabla.

BLA

Mehr Arbeit, mehr Geld,
mehr Wohlstand, mehr Zeit,
mehr Hilfe, mehr Miteinander.
Mehr Urlaub, mehr Rente,
mehr geistig befreit.
Mehr Vorsicht, mehr „Six feet under“,
Mehr Sender, mehr Wahnsinn,
mehr Pornografie.
Mehr Eros, mehr sündige Kinder.
Mehr Wachstum, mehr Autos,
mehr Demokratie.
Mehr Dummheit, mehr hirnlose Schinder.

Ich habe, also bin ich!
Immer mit ´m Blick auf´s Mehr.
Deine Verluste gewinne ich.
Immer mit ´m Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.

Mehr Bio, mehr Technik,
mehr Ökologie.
Mehr Fußball, mehr geistige Nahrung.
Mehr Zukunft, mehr Lyrik,
mehr Gentrifizierung, mehr Schwachsinn,
mehr Körperbehaarung.
Mehr Stadt, mehr Party,
mehr Pommes rot-weiß.
Mehr Tempo, mehr schnelle Computer.
Mehr Sex, mehr Liebe, mehr Straßenverkehr.
Mehr Dildos, mehr Egoshooter.

Ich habe, also bin ich!
Immer mit ´m Blick auf´s Mehr.
Deine Verluste gewinne ich.
Immer mit ´m Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.
Blick auf´s Mehr.

WO GEH´N WIR HIN, WO KOMMEN WIR HER?
BLICK AUF´S MEER.

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