Dokfilm „BETTINA“ von Lutz Pehnert über Bettina Wegner feiert Premiere auf der Berlinale 2022

Auf der Berlinale feiert in der Sektion Panaroma der Dokfilm „BETTINA“ im Februar seine Weltpremiere. Das Portrait über Bettina Wegner wurde von Lutz Pehnert realisiert.

Wir wiederum sind sehr stolz darüber, dass auf BuschFunk zwei ihrer schönsten Studioalben erschienen sind.

Inhaltsangabe:

BETTINA, Film von Lutz Pehnert

BETTINA ist ein Film über die Liedermacherin Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert nach Westberlin, seither „entwurzelt“.

Der biografische und künstlerische Werdegang von Bettina Wegner gehört zweifellos zu den spannenden und solitären Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einer glühenden Stalin-Verehrerin als Kind über eine Teenagerin – hoffnungsfroh, eine Gesellschaft auch mit ihren eigenen Liedern zu bauen – hin zu einer beseelten Liedermacherin und unverbesserlichen Widerstandskämpferin, die sich ihrer Moral und sonst niemandem verpflichtet fühlt. So heroisch das klingt, so irre, aberwitzig, so mühevoll und traurig, so hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner. Davon erzählt der Film.

Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – in ihren Liedern.

BETTINA ist eine Produktion der solo:film GmbH (Susann Schimk) in Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (Redaktion: Rolf Bergmann). Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur.

Foto: FilmStill „Bettina“ Foto von Michael Weidt © rbb media

8 Kommentare zu “Dokfilm „BETTINA“ von Lutz Pehnert über Bettina Wegner feiert Premiere auf der Berlinale 2022”

    • Liebe Frau Kuban-Knöschke,
      wir informieren gern über unsere Homepage und den Newsletter. Der Kinostart ist nun für den 19.05.2022 angekündigt.
      Mit besten Grüßen,
      Ihre BuschFunker

    • Lilly Koch sagt:

      Guten Morgen Herr Marczinowski,
      ja, es wird eine DVD voraussichtlich im Herbst veröffentlicht.
      Mit besten Grüßen,
      Ihre BuschFunker

  • Roland Berbig sagt:

    Porträt-Dokumentationsfilme tendieren zu stereotypen Verfahren: etwas historisches Material, etwas Befragung von Person und Bekannten, etwas Stimmungsbilder. Lutz Pehnert bedient sich einiger dieser Mittel (wohltuend: keine Interviews mit Zeitgenossen), aber die Weise, wie er das tut, ist von einer Lebendigkeit und Originalität, die das Modellhafte vergessen lässt. Die Gesprächspassagen mit Frau Wegner in Schwarz-weiß zu zeigen, ist eine so überzeugende Idee wie die Ausschnitte von Proben als Rhytmisierungsmittel. Die Zeitgeschichte, ohne die die Porträtierte nicht zu denken ist, fließt völlig zwanglos und getragen durch die Sache selbst in den Film, gibt ihm Halt und Dichte. Die über den Film verteilten Mitschnitte des aufgezeichneten Gerichtsverhörs 1968 sind von einem außerordentlichen Wert. Die Zeit wird ebenso beklemmend wie berührend vergegenwärtigt, die menschliche Integrität Bettina Wegners – ungebrochen bis in die Gespräche mit der 73-Jährigen – hat die Kraft, Zeichen zu setzen. Deren Aufrichtigkeit in jedem Augenblick setzt ein Maß. Das Bild eines kostbaren Menschen, dessen hoher Rang in seiner ungekünstelten Wesensart und künstlerischen Ernsthaftigkeit entsteht. Sehr ist zu wünschen, dass dieser Film bald auf DVD erhältlich ist.

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